Leben in der Herrlichkeit

„Mose aber sagte: Lass mich doch Deine Herrlichkeit sehen!“   2.Mose 33:18                                                                       


Tief im Innersten jedes Menschen- ob ihm das bewußt ist oder nicht- gibt es letztlich eine tiefe Sehn-sucht, eine Sehnsucht nach der Herrlichkeit Gottes!

Was ist die Herrlichkeit Gottes? Die Herrlichkeit Gottes ist das Kraftfeld Seiner Gegenwart, die Manifestation all‘ dessen, was vom Thron Gottes ausgeht- Seines Lebens, Seiner Liebe, Seiner Freude, Seiner Kraft, Seiner Heiligkeit- einfach Seiner Selbst!

Im Bereich der Manifestation der Herrlichkeit Gottes blüht alles auf, was sauber auf Gott ausgerichtet ist, alles lebt auf, alles wird durchdrungen von einer überirdischen Kraft und Energie, die unzerstörbar, unendlich und ewig ist!

Die Herrlichkeit Gottes ist die Quelle unendlichen Lebens- voller Stärke, Schönheit und Wohlergehen.

Deshalb können wir auch nur innerhalb dieser Herrlichkeit tatsächlich ewig leben!

Vor dem Sündenfall, in Eden, war diese Herrlichkeit Gottes der dauerhafte Lebensraum des Menschen. Jeden Tag atmete er nicht nur ein Gemisch aus Sauerstoff und Stickstoff ein, sondern die himmlische Luft der Herrlichkeit!

Das hielt ihn frisch, frei und gesund- und in permanenter Verbindung mit Gott.

In dem Moment, wo der Mensch den Lebensraum der Herrlichkeit aufgrund des Sündenfalls verlassen mußte, zogen Verfall, Versagen, Krankheit und Tod in sein Leben ein. Innerhalb der Herrlichkeit herrscht das Leben- außerhalb der Tod!

Seither tragen die meisten Menschen die Herrlichkeit Gottes nur noch als eine oft tief im Innersten verborgene Sehnsucht in ihrem Herzen, die jedoch- ohne Jesus- nie erreicht wird.

Zur Zeit des Alten Testaments kam diese Sehnsucht immer mal wieder zur Oberfläche, insbesondere nachdem Gott souverän Seine Herrlichkeit vor den Augen des Volkes Israel manifestiert hatte und dann sogar permanent in der Bundeslade niederlegte.

Der Schrei von Mose „Lass mich doch Deine Herrlichkeit sehen!“ war ein Ausdruck dieser Sehn-sucht: Mose nutzte seine Freundschaftsbeziehung mit Gott, um diese tiefste Sehnsucht Seines Herzens vor Gott zu bringen- und er wurde erhört!

David erkannte die Bedeutung der Herrlichkeit Gottes für sein Königtum, und unter großem Aufwand holte er deshalb die Bundeslade aus dem Haus Obed-Edoms nach Jerusalem (2.Samuel 6)- und als es schließlich soweit war, tanzte er mit aller Kraft und Begeisterung vor der Herrlichkeit des Herrn- ohne dass es ihn irgendwie gekümmert hätte, was Menschen von ihm dachten- denn er hatte nun das Kostbarste, was man nur haben kann- die manifesteste Gegenwart und Herrlichkeit Gottes in seiner Mitte!

Und wir heute?

Noch immer ist der tiefste (und oft unbewußte) Herzensschrei der meisten Menschen nicht gestillt, doch hat sich inzwischen etwas Entscheidendes geändert: Indem Jesus die ungetrübte Herrlichkeit des Vaters verließ, Mensch wurde und durch Seinen Tod am Kreuz die Trennung des Menschen von Gott besiegte, gibt es für jeden Menschen auf dieser Erde einen freien Zugang zurück in den Lebensraum der Herrlichkeit Gottes- und dieser Zugang ist Jesus Christus selbst!

Jeder, der ihn aufnimmt, bekommt das Recht, als ein Kind Gottes zu leben (Johannes 1:12), und wer dieser Realität glaubt, der wird die Herrlichkeit Gottes sehen (Johannes 11:40)!

D.h. wo dem Evangelium, der guten Nachricht des stellvertretenden Opfers von Jesus geglaubt wird, da steht einer permanenten Manifestation der Herrlichkeit Gottes nichts mehr im Wege.

Der sehnsüchtige Schrei nach Gottes Gegenwart hat in Jesus seine Erfüllung gefunden!

Das Sehen, Erfahren, Erleben der Herrlichkeit Gottes ist im Neuen Bund nicht mehr nur auf einzelne Personen beschränkt, sondern steht jedem offen, der dieses neue Leben, das uns in Jesus geschenkt worden ist, einfach nur im Glauben ergreift!

Eine neutestamentliche Gemeinde sollte somit eine Gemeinschaft von Gläubigen sein, die diese Herrlichkeit Gottes beständig erlebt- all‘ die mitfolgenden Zeichen und Wunder und anderen extrem positiven Begleiterscheinungen inklusive!

Als Gemeinde Jesu sind wir nicht für ein Leben bestimmt, wie es nach dem Sündenfall für den unerlösten Menschen der Normalfall ist: Weit-gehend beschränkt auf das Irdische,Natürliche und vor allem: Außerhalb der Herrlichkeit Gottes!

Nein, durch Glauben atmen wir erneut die Himmelsluft von Eden und erleben so die manifeste Gegenwart Gottes als unseren täglichen Lebensraum!

Und wir sind hungrig nach immer mehr dieses übernatürlichen, himmlischen Lebens-Elixiers- hungrig nach mehr von Seiner Liebe, Seiner Kraft, Seinen Wundern und all‘ den übernatürlichen Auswirkungen der Herrlichkeit Gottes in allen Bereichen unseres Lebens!

Unsere Gottesdienste machen diesem gemeinsamen Hungern Raum, zusammen ergreifen wir die Herrlichkeit Gottes und dann setzen wir diese Atmosphäre der Liebe und der Wunder in unserer Mitte und dann weiter auf diesem ganzen Planeten immer mehr frei! Das ist der eigentliche Sinn und Zweck von Gottesdiensten, die Gläubige des Neuen Bundes feiern!

Es geht nicht um religiöse Rituale, nicht um gute Programme und „christliche“ Methoden und Strate-gien- sondern es geht ganz schlicht und einfach darum, den Himmel hier auf der Erde sicht- und erlebbar zu machen für eine verzweifelt hungrige Welt!

Alles darunter ist des gewaltigen und allumfassenden Erlösungswerkes von Jesus nicht würdig:

Er nahm unsere Sünde auf sich, damit wir sie nicht mehr tragen müßten!

Er trug unsere Krankheiten, damit wir davon geheilt sein könnten!

Er ließ sich für uns abschneiden von Gott, damit wir nicht mehr von Ihm getrennt würden!

Und Er gab die Herrlichkeit des Vaters für 33 Jahre auf, damit wir wie-der in unseren ursprünglichen Lebensraum der Herrlichkeit Gottes hineinversetzt würden!

Alle diese Geschenke werden durch Glauben ergriffen- und die Gemeinde Jesu ist es der Welt schuldig, dass sie in unserer Mitte diese Geschenke real erleben kann!

Also: Ergreifen wir täglich die Herrlichkeit Gottes als unseren Lebensraum, strecken wir uns voller Hunger und Glaube nach einer immer mächtigeren Manifestation dieser himmlischen Dimension hier auf Erden aus- in allen unseren Gottesdiensten wie auch in unserem persönlichen Leben!

In der Liebe unseres wunderbaren Vaters    

           Dein Georg Karl