Wie Jesus, so auch wir!

 

„Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer; jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Lehrer.“    (Lukas 6:40)

Auch für viele Nichtchristen gilt Jesus als die großartigste und vorbildhafteste Person der ganzen Weltgeschichte! Nach Seiner Geburt wird- nicht nur in der vom Christentum geprägten Welt- unsere Zeit gerechnet, und die Großartigkeit Seiner Wirksamkeit und Seines Vorbildes wird kaum von irgend-jemand auf der Welt wirklich ernsthaft bestritten.

Als Christen sind wir jedoch zu mehr berufen als Jesus Christus nur als ein großartiges Vorbild zu bewundern.

Wir sind vielmehr eingetreten in Seine Nachfolge!

Wir sind aus Seinem Geist heraus von neuem geboren, und deshalb jetzt bereits in dieser Welt„so wie Er ist“ (1.Johannes 4:17).

Jeder, der Jesus wirklich in Seinem Herzen aufnimmt und Ihn den Herrn Seines Lebens sein läßt, hat sich somit für ein Leben und einen Weg entschieden, der ihn nicht nur nach bestimmten moralischen oder ethischen Prinzipien leben läßt, sondern der ihn vielmehr in eine totale „Identifikation“ mit demjenigen führt, der jetzt sein Herr und Meister geworden ist!

Denn wie Jesus in Lukas 6:40 (siehe oben) schon sagt: Das Ziel eines Jüngers ist kein anderes als seinem Meister immer ähnlicher zu wer-den!

Das Lebensziel eines Christen (=Nachfolgers Jesu, in dessen Herzen Er Selbst lebt!) kann es also nur sein, immer klarer in allen Aspekten des inneren und äußeren Lebens Jesus Christus wiederzugeben- also tatsächlich eine immer perfektere „Kopie“ seines Wesens, Seiner Ausstrahlung und Seiner Wirksamkeit zu sein!

Tatsächlich sagt das Wort Gottes, dass unser Geist, wenn Er durch unsere Entscheidung für Jesus und durch den Heiligen Geist von neuem geboren ist (vgl. Johannes 3!), bereits „so ist“ wie Jesus: So wie Er ist, so sind wir in dieser Welt (1.Joh 4:17).

Gleichzeitig spricht die Bibel ganz klar davon, dass es da trotzdem noch einen lebenslangen Erneuerungsprozeß unserer Seele (Verstand, Wille, Gefühl) gibt, der uns immer mehr in das Bild von Jesus in allen Aspekten unseres Seins verwandelt (siehe Römer 12:2; 2.Korinther 4:18; 1.Thessalonicher 5:23 usw.).

Diese „Verwandlung“ wiederum geschieht nicht in erster Linie durch das Befolgen bestimmter (biblischer) Regeln oder Gesetze, sondern vor allem durch unsere immer tiefer-gehende Identifikation mit der Person Jesu Christi selbst, so wie sie uns im Wort Gottes, der Bibel entgegentritt.

Im Anschauen Seines Bildes werden wir verwandelt (siehe 2.Kor 4:18); in der Verschmelzung zuerst unseres Geistes und dann auch unserer Seele und unseres ganzen äußeren Menschen mit Ihm geschieht es, dass Christus mehr und mehr in uns Gestalt gewinnt

(Galater 4:19!).

Das aber ist das höchste Ziel Gottes für unser Leben, und darauf wird Gott der Vater schauen, wenn wir eines Tages diese Erde verlassen und vor Seinen Thron treten: Kann ich meinen einzigartigen Sohn Jesus in Dir sehen? Hast Du Ihn hier auf dieser Erde mehr und mehr wieder-gegeben?

Nicht die Beurteilung durch andere Menschen ist entscheidend sondern: Sieht Gott der Vater Jesus in Dir?

Dann ist Seine Freude unendlich groß und auch die Freude des ganzen Himmels!

Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir (Gal 2:20) ist ein gewaltiges Statement der geistlichen Realität der neuen Geburt und zugleich ein mächtiger Ansporn auch für unsere Seele, immer mehr dieser Realität zu entsprechen- das menschliche Eigen-Leben niederzulegen und anstatt dessen immer mehr Christus selbst durch uns hervorkommen und hervorstrahlen zu lassen!

Jesus starb für uns am Kreuz, damit wir jetzt Sein Leben hier auf dieser Erde leben können!

Sein Erlösungswerk können, brauchen und sollen wir nicht wieder-holen, aber Sein Leben, das Er jetzt uns gegeben hat, das können und sollen wir wiedergeben und ausleben sowie multiplizieren und ausbreiten auf dieser Erde (vgl. Matthäus 28:18-20 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern…)!

Die Bibel ist dabei Deine aller-wichtigste Hilfe und Inspirations-quelle!

Hier kannst Du die Person, das Wesen und die Handlungsweisen von Jesus studieren und Dich somit damit identifzieren!

Du findest hier ganz wichtige Aussagen insbesondere zu folgenden Aspekten (aufgrund des Platzmangels nenne ich Dir nur kurz einige zugehörige Bibelstellen und empfehle Dir einfach, diese selbst zu studieren, zu meditieren und für Dein Leben zu verinnerlichen!):

  1. )In welchem Bewußtsein Jesus lebte (insbesondere das Bewußtsein der Sohnschaft, für das Er mehr angegriffen wurde als für alles an-dere (vgl. Lk 3:22; Joh 5:19-20; Joh 14:10f; Joh 8:18;Joh 5:36; Apg 10:38 etc.).

Dazu lehrt die Bibel ganz klar und eindeutig, dass wir, wenn wir Jesus in unseren Herzen aufnehmen, wie Er selbst zu Söhnen und Töchtern Gottes werden (Joh 1:12; Rö 8:15 etc.)- d.h. Jesus ist der erstgeborene Sohn Gottes unter vielen Brüdern (Rö 8:29)!

D.h. der gleiche Geist der Sohnschaft, das gleiche Bewußtsein, das in Jesus war, ist nun auch in uns als Christen wirksam und je mehr wir das verinnerlichen, umso mehr werden wir wie Jesus hier in dieser Welt sein und leben!

  1. )Das Innenleben von Jesus: Die Bibel schreibt praktisch nichts darüber wie Jesus „menschlich gesehen“ war (also z.B. was für ein „Typ“ er aus psychologischer Sicht war, wie seine Umgangsformen waren, ob er laut oder leise, langsam oder schnell sprach, wie hoch sein „IQ“ war usw.), denn das spielt für das, was Er wirklich „ist“ keine Rolle, da es sich letztlich nur auf seinen äußeren Menschen bezieht! Sehr wohl aber spricht die Bibel über das Innenleben also das „Herz“ von Jesus!

So beschreibt sie z.B. Sein innerliches Bewegtsein über die Erschöpften und am Boden liegenden (Matthäus 9:36), über Menschen mit besonderen Schicksalen (Lk 7:11-17) oder Menschen mit einer besonderen Leidenschaft/ Verzweiflung (z.B. Mt 20:29-34).

Weiter beschreibt die Bibel z.B. Jesu Eifer um das Haus Gottes (Johannes 2:17), seine innere Not und manchmal Zorn über Unglauben und Zweifel (Joh 11:37; Mk 9:19), seine „Leidenschaft“ für Widerspenstige (Mt 23:37) sowie seine anhaltende Liebe zu seinen Jüngern (Joh 13:1) und überhaupt zu Menschen (Mk 10:21; Joh 11:5; Joh 13:23) sowie zu seinen Feinden (Lk 23:34).

Außerdem erwähnt die Bibel, dass Jesus mit Freudenöl gesalbt war vor allen Seinen Gefährten (Hebräer 1:9) und dass Er sich immer wieder intensiv Zeit nahm für persönliche Gemeinschaft mit Seinem Vater (Lk 6:12;Lk 5:16)!

  1. )Was Jesus als Seine konkrete Aufgabe auf dieser Erde ansah und wir somit durch Ihn auch als unsere ansehen sollten! (Predigen, Wunderwirken, Heilen, Lehren, im Feuer des Heiligen Geist dienen usw.- siehe Mk 1:15- vgl. Mt 10:7!; oder Lk 11:20; Apg 10:38; Apg 2:22; Lk 3:16; Lk 4:14 etc.)

Auch wenn wir im praktischen Leben in dieser Welt ganz unter-schiedliche Aufgaben haben, ist es doch der Kern des Planes Gottes für jeden von uns zu denken, zu fühlen und zu handeln wie Jesus- der Kern unserer Berufung- letztlich unseres Lebens überhaupt!

Deshalb meditiere mehr als über allem anderen über Jesus als Person, so wie Er in der Bibel offenbart wird- und freue Dich schon darauf, wenn wir alle eines Tages vor Gott, unserem Vater im Himmel stehen und Er zu uns sagen kann: Ja, ich sehe Jesus in Dir. Ja, mein Sohn Jesus hat in und durch Dein Leben auf dieser Erde Gestalt angenommen, wurde sichtbar und hat sich multipliziert!

Was für eine gewaltige Freude wird das sein!

Und was für eine gewaltige Freude können wir jetzt schon hier auf dieser Erde erleben, indem wir immer weiter gemeinsam in der Kraft Gottes auf dieses Ziel zugehen!

In diesem Sinne sei mächtig gesegnet mit Seiner Liebe und Seiner überfließenden Freude und Kraft!

             Dein Georg Karl